Die Einrichtung

Ich empfehle Ihnen pro Gecko mindestens zwei Verstecke anzubieten. Da Leopardgeckos eigentlich Einzelgänger sind sollte man ihnen im Terrarium die Möglichkeit schaffen sich aus dem Weg gehen zu können. Dann funktioniert eine Gruppenhaltung von mehreren Weibchen mit oder ohne einem Männchen in den allermeisten Fällen absolut problemlos. Als Verstecke eignen sich besonders flache Korkstücke unter denen sich die Geckos liebend gerne verstecken. Gerade wenn sie von allen Seiten eine Fläche an ihrem Körper spüren fühlen sie sich richtig sicher. Dafür eignen sich die Korkstücke einfach am besten. Andere Möglichkeiten sind Kokosnusshäuschen, Korkröhren, künstliche Verstecke aus dem Zoofachhandel oder halbierte Tontöpfe. Alle Verstecke sollten für Sie immer zugänglich sein – extrem lange und verzweigte Korkröhren eignen sich also nicht wenn Sie da nicht mehr an die Tiere rankommen können.

 

Als Wärmequelle für die Nacht empfiehlt es sich einen grossen flachen Stein direkt unter den Wärmespot zu legen. Dort heizt der Stein tagsüber schön auf und gibt dann am Abend wenn das Licht ausgeht Restwärme ab. Die Geckos lieben es nachts darauf zu liegen und sich die Bäuche zu wärmen.

 

Als Wasserschale empfiehlt sich ein relativ kleines Gefäss von ca. 8-10cm Durchmesser. Da Leopardgeckos nicht baden nimmt eine grössere Schale nur unnötig Platz weg welcher besser genutzt werden könnte. Die Wasserschale sollte alle

1-2 Tage gereinigt und frisch befüllt werden.

Zusätzlich zu den Verstecken darf mindestens eine grosse Wetbox/Feuchtbox nicht fehlen. Dafür nehmen Sie am besten eine grosse undurchsichtige Tupperwarebox oder eine grosse Plastikbox aus dem Baumarkt. Für ausgewachsene Tiere ist eine Grösse von 30x20cm Grundfläche und eine Höhe von 15cm empfehlenswert. Das Einstiegsloch sollte immer oben im Deckel angebracht werden. So wird beim Buddeln keine Erde aus der Box geschaufelt. Die Wetbox wird dann mit feuchter Kokoserde aufgefüllt bis ca. 5cm unter den Deckel. Kokoserde können Sie im Fachhandel in gepressten Blöcken kaufen welche dann in einem Eimer mit Wasser aufquellen. Kokoserde schimmelt nicht und ist sehr gut geeignet um die Eier zu vergraben. Es gibt ein ähnliches Produkt im Handel welches aus Kokoschips besteht. Dieses Produkt besteht aber aus ca. 3cm grossen Brocken wenn es aufgequollen ist. Dies eignet sich überhaupt nicht für Leopardgeckos da es viel zu grob ist und die Weibchen ihre Eier nicht darin vergraben können bzw. nur sehr umständlich. Achten Sie also genau darauf dass Sie Kokoserde erwischen und nicht die Chips. Auch Sphagnummoos ist nicht geeignet. Hier können die Eier ebenfalls nicht vergraben werden und zusätzlich droht Gefahr von Verstopfung. Die Geckos können das Moos aus Versehen fressen und das ist leider absolut nicht verdaulich und ein grosses Gesundheitsrisiko.

Bodengrund

In all den Jahren habe ich verschiedene Arten an Bodengrund ausprobiert und das für mich passendste gefunden. Angefangen habe ich mit einer Mischung aus Lehm-Sand weil das überall im Internet und in den Büchern zu lesen war. Dies sollte verhindern dass die Geckos Sand fressen und somit keine Verstopfung bekommen. Allerdings war der Kot meiner Geckos immer leicht verfärbt und sah aus als würden die Geckos trotzdem Sand fressen. Mit der Zeit lösen sich einzelne Sandkörner ab und werden aufgeleckt. Ausserdem klumpt ein Sand-Lehm-Gemisch erst recht im Magen und führt so noch eher zu einer Verstopfung. Zwischendurch hatte ich einen Kalziumsand von Qualipet der aber in der Zusammensetzung nicht genau beschrieben war. Nach Monaten habe ich mich dann endlich vom Kalziumsand „LeoGround“ überzeugen lassen. Dieser besteht aus Jurakalkstein mit 38% Kalzium. Der Sand ist weiss und etwas grobkörniger sodass die Geckos nicht im Sand versinken (häufiges Argument gegen losen Sand). Seit ich diesen Sand benutze sieht der Kot endlich normal aus! Selbst wenn Sand aufgenommen wird verursacht er keine Verstopfung. Leopardgeckos fressen aber nicht ohne Grund Sand. Wenn sie nicht ausreichend mit Vitaminen und Kalzium versorgt werden versuchen sie es mit dem Sand auszugleichen. Im schlimmsten Fall können so sehr grosse Mengen an Sand aufgenommen werden und zum Tod führen. Deshalb ist der neuste Trend vor allem in Deutschland den Tieren überhaupt keinen Bodengrund mehr anzubieten. Stattdessen werden die Geckos auf Mosaikfliesen aus dem Baumarkt gehalten. Die Überlegung dabei – kein Sand, keine Verstopfung! Da haben aber einige Leute nicht zu Ende gedacht. Wie vorher erwähnt hängt das Ganze mit dem Vitamin- und Mineralhaushalt der Geckos zusammen. Ein Gecko der ausreichend mit Vitaminpulver und Kalzium versorgt wird und ausserdem mit verschiedenen gut angefütterten Futtertieren gefüttert wird hat auch keinen übermässigen Drang Sand zu fressen. So kann ein Leopardgecko also ohne Bedenken auf LeoGround gehalten werden. Sie dürfen mir gerne eine Nachricht schreiben wenn Sie den Kalziumsand ausprobieren möchten, ich habe meistens ein paar Säcke an Lager oder kann Sie an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Siehe auch im Menü "Bezugsquellen".